Unfälle mit Toren
In den vergangenen Jahren ist es immer wieder zu schweren, teils lebensbedrohlichen Unfällen mit umkippenden Toranlagen gekommen. Besonders betroffen sind freistehende Fußballtore auf Sportplätzen, Schulhöfen und öffentlichen Freizeitanlagen. Obwohl einige dieser Vorfälle dokumentiert und öffentlich bekannt geworden sind, ist von einer deutlich höheren Dunkelziffer auszugehen, denn nicht jeder Unfall wird gemeldet oder medial aufgegriffen. Auf unzähligen Sportanlagen in Deutschland findet man ungesicherte verstellbare Tore und einen unsachgemäßen Umgang beim verschieben der Tore.
Folgend Unfälle aus den letzten Jahren, welche hätten verhindert werden können:
Serviceliste
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2026 - ErlangenListenelement 1
Auf einem Sportgeläde in Erlangen wurde ein 7-jähriger Junge von einem mobilen Tor erfasst, lebensgefährlich verletzt und erlag kurz darauf im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Auf dem Sportplatz lagen 4-mobile Toreflach auf dem Spielfeld und sollten für ein Jugendspiel aufgestellt werden. Hierbei ist ein Tor, mit Zusatzgewichten an der Querverbindung hinten in eine Schwung- und Kippbewegung geraten und hat das Kind erfasst.
Dieser Vorfall zeigt, dass auch der richtige Umgang mit den Toren essenziell für die Sicherheit aller Sportler, Besucher und Verantwortlichen ist.
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2021 - Bad RappenauListenelement 2
In Bad Rappenau (Baden-Württemberg) sind auf einem öffentlichen Bolzplatz mehrere Kinder auf einem massiven Edelstahl-Tor herumgeklettert und haben sich an die Tor-Latte gehängt.
Das Tor kippte um und landete auf dem Arm eines 11-jährigen Jungen, der schwer verletzt wurde. Eine Amputation des Armes konnte gerade so verhindert werden.
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2013 - HamburgListenelement 3
Im Jahr 2013 hat ein Fußballtrainer seine Spieler im Jahren von 12-13 Jahren damit beaufragt auf dem Sportplatz liegende Tore aufzustellen. Der Trainer selbst war während dem Vorfall in einem Geräteraum.
Beim Aufstellen ließ einer von drei Jugendlichen das Tor aus Versehen fallen und das Aluminium-Tor traf einen 7-jährigen Jungen am Kopf. Dieser war mit einem Freund zum Fußballspielen auf dem Platz.
Der Junge verstarb wenige Stunden später im Krankenhaus.
Der ehrenamtliche Trainer wurde zunächst wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen zu einer Geldstrave verurteilt. Das Urteil wurde einige Monate später wieder aufgehoben und der Fall neu verhandelt.
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2010 - NottulnListenelement 4
Eine Gruppe von Freunden war zum gemeinsamen Fußball spielen auf einem Sportplatz in Nottuln.
Zwei der Jungs hingen sich an die vordere Latte des Tores als es umkippte. Ein Junge konnte nich wegspringen, doch der andere wurde am Kopf getroffen.
Alle Reanimationsmaßnahmen waren erfolgslos und der 12-Jährige starb noch am Unfallort.
Das Tor hatte keine Sicherung gegen Umkippen, wie vorgeschrieben.
Es wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Betreiber des Sportplatzes ermittelt.
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2009 - Hodenhagen
Im Jahr 2009 wurde ein 12-jähriges Mädchen aus Hodenhagen beim Fußballspielen mit Ihren Freunden von einem Tor erfasst.
Ein Ball landete auf dem oberen Tornetz auf einem Spielplatz. Das Mädchen kletterte hinauf, um den Ball zu holen als das Tor umkippte.
Sie wird vom Eisen-Tor am Kopf und Hals getroffen. Sie konnte nicht wiederbelebt werden.
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2009 - Ankum
Ein 6-jähriges Mädchen wird beim Spielen von einem eisernen Fußballtor erschlagen und verstirbt.
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2008 - Pohlitz
Ein 13-jähriger Junge wollte mit einem Freund auf einer Rasenfläche im Dorf Fußball spielen. Als er im Tor stand, kippte das Tor um und die Querlatte traf den Jungen am Kopf.
Der Junge erlag wenigen Tagen später seinen Verletzungen im Krankenhaus.
